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11. Februar 2026

Europäische Alternativen

Europäische Alternativen

Kann man den amerikanischen Daten-Kraken entkommen?

Beim jüngsten Vortrag des Verein „Lust auf Internet e.V.“präsentierte das LAI-Vorstandsmitglied Udo Besenreuther einen umfassenden Überblick über europäische Software‑Alternativen zu amerikanischen und chinesischen Diensten. Besenreuther zeigte auf, wie stark europäische Nutzer heute von außereuropäischen Plattformen abhängig sind. „Nutzer speichern Daten vorbehaltlos in den USA“, heißt es in seiner Präsentation, in der er auf die Dominanz der sogenannten „Big Five“, den Tech-Konzernen Apple, Facebook, Google undMicrosoft, verweist, zu denen eigentlich auch Tesla gezählt werden muss.


Ein Schwerpunkt lag auf den rechtlichen Risiken, die sich aus US‑Gesetzen wie dem CLOUD Act ergeben. Dieser verpflichtet amerikanische Unternehmen, Daten auch dann herauszugeben, wenn sie physisch in Europa gespeichert sind. Für europäische Bürger bedeute das, so Besenreuther, dass selbst streng geschützte Daten nicht vollständig sicher seien .


Im praktischen Teil stellte er zahlreiche europäische Alternativen vor – von Office‑Paketen wie LibreOffice, das „vollständig kostenlos und quelloffen“ ist, bis hin zu Passwortmanagern wie Padlocoder heylogin, die in Deutschland entwickelt werden . Auch bei Cloud‑Speichern zeigte er Alternativen wie Filenoder Nextcloud, die Daten ausschließlich in der EU hosten.


Besonders eindrücklich war der Blick auf Suchmaschinen: Während Google weltweit über 90 % Marktanteil hält, präsentierte Besenreuther datenschutzfreundliche europäische Angebote wie MetaGer, Ecosiaund GOOD, die ohne Tracking auskommen und teilweise gemeinnützig organisiert sind .

Zum Abschluss ermutigte er die Teilnehmenden, digitale Selbstbestimmung aktiv wahrzunehmen: „Rechtssicherheit haben wir nur im eigenen Land/Europa“, heißt es in seinen Folien – ein Appell, der im Publikum auf großes Interesse stieß .


Die Präsentation von Udo Besenreuther kann hier heruntergeladen werden.

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